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18.07.2014

Da wo es fad ist, da gehts lang? 
Tun Sie sich auch so schwer mit „herunterkommen und abschalten“ – beruflich gesehen? Für mich die größte Herausforderung!
„Stillstand“ heißt für mich „Rückschritt“, hat einer meiner Klienten gesagt. Und ich fürchte, das ist genau die Definition, die in meinem Kopf (und in dem vieler meiner Freunde, Bekannten und eben auch Klienten) vorherrscht.  Es ist einfach so, dass ich mit mir selbst zunächst nichts anzufangen weiß, wenn ich nicht arbeite, mich weiterbilde bzw. an meinen Methoden feile.
Unsere Gesellschaft ist ständig so sehr im Tun, dass wir mit „fad“ nicht mehr umgehen können. Gefühle von Nutzlosigkeit, Unzufriedenheit, Faulheit, u.a. könnten hochkommen. Die Angst davor, und dem was noch passieren könnte, lässt uns wie im Hamsterrad immer weiter laufen.
Dabei ist längst erwiesen, dass VIEL SINNVOLLES MIT UNS PASSIERT WENN UNS FAD IST! Erarbeitetes/Erlerntes wird verdaut, sortiert und umsetzbar gemacht; Kreativität wird angeregt; Kraft wird geschöpft um wieder aufnahmefähig zu sein; die besten Ideen kommen, wenn uns fad ist.
In der Elternberatung und in jedem Kindeserziehungsratgeber wird vorgebetet: den Kindern muss auch mal fad sein! Aber Kinder lernen durch Vorbildwirkung – dh wenn ihre Eltern niemals abschalten, können es unsere Kinder nicht lernen! Und damit habe ich meine beste Motivation für die nächsten Wochen, das „Fadsein“ auszuhalten und zu üben!

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