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16.02.2014

Wenn Recht emotional wird

In meiner Zeit als Juristin hatte ich immer wieder Rechtsfälle mit extremen emotionalen Belastungen für die Klienten zu bearbeiten.  Besonders bei Scheidungen, Obsorgestreitigkeiten, Vaterschafts- bzw. Kindschaftsangelegenheiten, Erbfällen, Arbeits- oder Sozialrechtlichen Themen waren Klienten oft nicht in der Lage, über rechtliche Strategien oder sachliche Lösungen nachzudenken, weil der Gefühlsbalast zu groß war. Aber auch bei drohenden Insolvenzen, strafrechtlichen Anschuldigungen, größeren Schadenssummen oder relevanten Vertragsverhandlungen war den Klienten die emotionale Belastung deutlich anzumerken.

Bereits damals wurde mir bewusst, wie dringend hier zusätzliche Unterstützung – und zwar nicht auf rechtlicher Ebene – notwendig gewesen wäre, aber freilich weder in der anwaltlichen Ausbildung mit vermittelt wurde oder dem Berufsbild entsprach, noch seitens der Mandanten unter dem Anwaltsstundensatz angenommen worden wäre.

Heute kann ich diese Begleitung anbieten – in Kooperation mit befreundeten Anwälten. Und ehrlich: es fühlt sich wesentlich stimmiger an als früher.  Aufgrund der jahrelangen Erfahrung als Juristin ist mir jede mit Rechtssachen verbundene Angst bzw. Unsicherheit bestens vertraut. Die Klienten können – zuerst oder währenddessen – ihre Gefühle und Befindlichkeiten bearbeiten, und/oder sich mit meiner Unterstützung an die rechtlichen Bedingungen und anwaltlichen Strategien herantasten und mit ihnen vertraut machen. So werden Juristenseele und Lebensberatungsherz in mir zufrieden gestellt.

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