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11.07.2018

Vom Traumpaar über den Scherbenhaufen zum Spitzenteam – meine (sehr persönliche) Paargeschichte mit dem Process Communication Model PCM

Vergangene Woche feierten mein Mann und ich unseren 11.Hochzeitstag. Damit hätte ich vor einigen Jahren gar nicht mehr gerechnet, ehrlich. Dabei waren wir in der Anfangszeit jahrelang unheimlich verliebt ineinander, solche Zugehörigkeitsgefühle hatte keiner von uns vorher für einen anderen Menschen.

Und dann – vor etwa 8 Jahren – kam die Krise, und sie kam schleichend.

Wir hatten tolle Jobs als Juristen, noch kein Kind und tigerten uns voll in unsere berufliche Aufgabe. Für uns privat blieb nichts übrig – wir lebten nebeneinander her. Abends waren wir müde vom Job, zu reden gab es auch nichts weil wir ja tagtäglich ähnliche Herausforderung schupften: jeder für sich. Für den anderen interessieren, auf ihn eingehen oder gar seine Bedürfnisse achten war nicht drin. Die (wenigen und kurzen) Urlaube waren eher Qual als Erholung. Und das Schlimmste ist: wir fanden das NORMAL!?! Ist doch klar dass man sich zwischen 30 und 40 zu 100% beruflich engagiert.

Dann kam unser Sohn zur Welt, kurz danach „passierte“ die Affäre – UND ENDLICH BEMERKTEN WIR DASS ETWAS IM ARGEN LIEGT.  Der Schock über diesen „Einschnitt“ sitzt uns beiden heute noch in den Gliedern!

Unsere Bilder vom Leben und der gemeinsamen Zukunft, unsere Identitäten, unsere Wertesysteme lagen in Scherben. Tausend Fragen durchströmten uns: wie konnte das passieren? Wann hat es angefangen, falsch zu laufen? Wer hat was dazu beigetragen? Was ist zu tun? Kann das überhaupt je wieder gut werden?

Einer der vielen „Segen“ an unserer Geschichte: sowohl mein Mann als auch ich wussten, dass WIR BEIDE GEMEINSAM für das Schiefgehen verantwortlich waren, und dass es nur dann eine Chance für einen halbwegs guten Ausgang gibt, wenn beide bereit sind sich mit dem Dreckhaufen auseinander zu setzen. Aber wie sollten wir das angehen – wir hatten keine Idee. Und es schien uns unschaffbar.

Also versuchten wir JEDEN Strohhalm: wir lasen Fachbücher, konsultierten Freunde, gingen zur Paarberatung, klärten jeder für sich in gaaaaanz vielen Einzelberatungs-einheiten die eigenen Versäumnisse. Wir redeten offen über alle unsere Erkenntnisse und Gefühle. Wir stritten und weinten und hassten und liebten uns.

Und ich begann mit der Ausbildung zur Lebensberaterin – und stieß hier auf PCM, das Persönlichkeits- und Kommunikationsmodell von dem ich so viel halte und das uns am Ende und nachhaltig geholfen hat, vom Traumpaar über den Scherbenhaufen zum Spitzenteam zu werden.

Erst mit PCM habe ich verstanden, dass mein Mann jede, wirklich jede einzelne Situation durch einen anderen Filter sieht als ich, und wie dieser andere Filter aussieht.Und erst dadurch kann ich mich „in ihn hineinversetzen“ – wie es in allen Kommunikationsseminaren geraten wird – und ihn verstehen. Und er natürlich umgekehrt auch. Das ist so unglaublich erleichternd und hilfreich – jeden Tag, in jeder Situation. Ein echter Gewinn, der ohne PCM nicht möglich gewesen wäre.

Fortsetzung folgt…

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