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04.05.2015

Resilienz III – wie wertet mein Gehirn eine Situation und kann ich das beeinflussen?

Schon in meinem Blog vom 03.06.2014 habe ich zum Thema Resilienz (=Widerstandskraft gegen Belastungen) geschrieben, dass sozialer Zusammenhalt, emotionale Intelligenz und die Einstellung zu Problemen Einfluss auf die seelische Widerstandskraft haben.

Aktuellste neurowissenschaftliche Erkenntnisse rücken nun das Gehirn selbst in den Vordergrund. Demnach ist die Resilienz des einzelnen davon abhängig, wie das individuelle Gehirn eine Problemsituation oder einen bestimmten Reiz bewertet (wobei diese Bewertung natürlich auf Erfahrungen hinsichtlich sozialer Zusammenhalt, emotionaler Intelligenz und persönlicher Einstellung beim Meistern bisheriger Schwierigkeiten basieren). Jemand, dessen Gehirn eine Belastung aufgrund der Gesamterfahrungen positiver bewertet als das eines anderen, hat seltener und geringere Stressreaktionen und bleibt langfristig gesünder.

Im Blog vom 20.11.2014 habe ich darauf hingewiesen, dass Resilienz nachweislich „trainiert“ werden kann (und auch sollte), und zwar durch Inszenierung minimaler widriger Umstände im täglichen Leben und deren Überwindung. Das entspricht voll und ganz der aktuellen Gehirnforschung: viele positive Erfahrungen des „Meisterns“ von Herausforderungen und Problemsituationen machen zuversichtlicher, und damit resilienter!

In diesem Sinne: Welcher „Widrigkeit“ können Sie sich heute stellen?

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